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a place to be

Jeder braucht so etwas: einen Ort, an dem man sein darf. Ein Zuhause. Ein Rückzugsort. Ein Nest ohne Stacheln. Einen Ort zum Wohlfühlen.


eine Katze, die auf einer weißen Decke liegt und gestreichelt wird
Meine Mietze fühlt sich wohl bei mir!

Als ich vor knapp drei Jahren bei meinem ehemaligen Verlobten (jetzt Ehemann) eingezogen bin, war klar: Ich möchte ein Zimmer für mich haben.


Bei der Aufteilung der Wohnung, die wir dann gemeinsam bewohnten, war da Phantasie und eine kreative Lösung gefragt. Bisher gab es außer Flur, Badezimmer und Abstellkammer einen großen Wohnküchenbereich, das Arbeitszimmer meines Mannes und ein Gästezimmer, in dem ein Doppelbett stand.


Dieses sollte in den Wohnküchenbereich wandern. Allerlings kann ich die Möbelumstell-Aktionen gar nicht mehr zählen, die wir brauchten, um eine Lösung zu finden, mit der wir uns beide wohlfühlen.


Das Doppelbett steht jetzt in dem großen halboffenen Raum. Mit einer Regalwand haben wir den Schlafbereich abgetrennt. So stolpern Gäste nicht gleich in unsere gemütliche Ecke. Dass sich Küche und Essbereich in einem Raum befinden, finde ich sehr praktisch. Vor allem, wenn Besuch da ist. Dann kann Hausmann oder -frau noch ein paar Handgriffe für die Essenzubereitung erledigen und ist trotzdem beim Geschehen dabei.


In meinem Zimmer alles unterzubringen, was ich für meine Hobbys benötige, brauchte auch mehrere Versuche - und es sicher noch nicht der letzte! - bis sich alles harmonisch zusammenfügt und der Raum nicht zu vollgestopft wirkt. Am schwersten ist es, Dinge wegzulassen. Aber es ist der einzige Weg, um den Raum optisch zu vergrößern.


Da wäre also mein Klavier (ein sehr schönes weißes YAMAHA), mein Schreibtisch, Schubladen und Regale für Bücher, Schreib-, Näh-, Bastelzeug, Kisten mit Stoffresten und meine Nähmaschine......


Mein Mann und ich haben auch jeder (s)ein einzelnes Bett in seinem Zimmer. Es kommt ja vor, dass einer mal erkältet ist oder nachts als Waldarbeiter tätig. 🪚 Dann ist es schön, wenn der andere dafür nicht auch einen Schnupfen riskieren oder Nachtschlaf opfern muss.


Für meinen Kleiderschrank hatte ich eine sehr unkonventionelle Idee: Ich habe ihn mit der Rückseite ans Fußende des Bettes gestellt. So beansprucht er sehr wenig Platz an der Wand. An die Rückseite des Schrankes habe ich eine Deutschland-Karte geklebt. Für die neuen Bundesländer muss ich immer noch ein bisschen Geographie nachholen.


Gemütliches Schlafzimmer mit Holzmöbeln, Betten, Taschen und Katze.
Wer findet die Katze?

Mein allerliebstes Möbelstück ist "mein" Sessel. Der lebt nun schon über 20 Jahre mit mir, ist schon dreimal mit mir umgezogen. Am liebsten sitze ich quer drin und hänge die Beine über die Lehne. Ist zwar nicht "richtig", aber ich mag's so. Dann ist zwischen mir und der Sessellehne ein kleiner Platz, den meine Maja für sich beansprucht. Wenn ich mich Richtung Sessel bewege, ist sie blitzschnell und sitzt vor mir drin. Dann muss ich aufpassen, dass ich mich nicht auf sie draufsetze. (Ist aber noch nicht passiert ☺️)


So ein schnurrendes Kätzchen an seiner Seite zu haben und kraulen zu dürfen, ist eins der schönsten Dinge, die es gibt. Da kann ich wunderbar abschalten und zur Ruhe kommen.


Mein Zimmertür steht meist offen, wenigstens einen Spalt - für die Fellnasen.


Trotzdem gibt es ein Schild dafür, ob gerade geöffnet oder geschlossen ist. Ein Schild, das ich je nach Bedarf umdrehen kann.


Türdekoration mit Postkarte, Schild "Relax!" und witzigem Katzenspruch.
Bitte-nicht-stören-Schild mit schlafender Katze auf Holztür.

Meinen Rückzugsort habe ich "rifugio cristiano" genannt. - Christianes Rückzugsort


Im Italienischen wird rifugio oft für eine Schutzhütte in den Bergen verwendet. Es gibt noch andere Bedeutungen: Unterschlupf, Schlupfwinkel, Refugium. Refugium ist im Deutschen in sehr schön altes Wort, das man in der Umgangssprache gar nicht findet. Hier gibt es Synonyme wie Idyll, Oase, Paradies oder sogar Garten Eden. Na, wenn das nichts ist!


Auch die Bibel berichtet davon, dass es einen sicheren Ort für uns gibt. Martin Luther dichtete: Ein feste Burg ist unser Gott. Oder Jesus verwendet das Bild einer Henne, die ihre Küken unter ihre Flügel versammelt, um sie zu schützen. Man spürt die Sicherheit und Geborgenheit, die da vermittelt wird.


Diesen sicheren Ort können wir jederzeit aufsuchen, mitten im schlimmsten Sturm und in allen Unsicherheiten - ob uns uns herum oder innen drin. Dieser Ort ist sogar in uns drin, da müssen wir gar nicht weit wandern. Er ist im Herzen aller, die Gott vertrauen.


👉 Jetzt bist du dran. 👈


  • Was verbindest du mit "Rückzugsort"? Was ist für dich ein Ort, an dem du einfach sein kannst?

  • Was ist dein liebstes Möbelstück, auf das du nicht verzichten möchtest?

  • Was brauchst du, um dich wohl und zu Haus zu fühlen?


Schreibe deine Gedanken gern in die Kommentare. Ich freue mich, wenn wir miteinander in Austausch treten können. Falls du hier neu gelandet bist und auf dem Laufenden bleiben möchtest, melde dich für meinen Newsletter an.

 
 
 

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